Veredelung von 3D-Wandlogos
Werkstoffverbund, Klebtechnik und Oberflächenaufbau
Bei einem veredelten 3D-Wandlogo besteht die sichtbare Oberfläche häufig aus einem anderen Werkstoff als der eigentliche Grundkörper. Ein dreidimensional gefertigtes Trägerelement kann beispielsweise mit Acrylglas, Edelstahl, Messing oder konserviertem Moos kombiniert werden.
Technisch entsteht dadurch ein Werkstoffverbund.
Die Herausforderung besteht nicht nur darin, zwei Materialien miteinander zu verbinden. Grundkörper, Sichtmaterial, Oberflächenzustand, Verbindungstechnik, Geometrie und spätere Einsatzbedingungen müssen aufeinander abgestimmt sein.
Bei Wandlogo.EU betrachten wir eine Veredelung deshalb nicht lediglich als dekorative Auflage. Sie ist Bestandteil der Konstruktion und wird bereits bei der Planung des Wandlogos berücksichtigt.
Bei vielen veredelten Wandlogos übernimmt der 3D-Grundkörper die konstruktive Funktion.
Er bestimmt insbesondere:
- räumliche Tiefe,
- Logo-Geometrie,
- Stabilität,
- Befestigung,
- und die Auflagefläche für die spätere Veredelung.
Die sichtbare Front bestimmt dagegen hauptsächlich die Oberflächenwirkung.
Dadurch kann beispielsweise eine relativ dünne Edelstahl-, Messing- oder Acrylfront mit einem deutlich tieferen 3D-Grundkörper kombiniert werden. Die räumliche Wirkung entsteht durch den Grundkörper, während die Sichtfläche den gewünschten Materialcharakter erzeugt.
Aus zwei einzelnen Bauteilen muss dabei jedoch ein dauerhaft funktionierendes Gesamtsystem entstehen.
Welche Materialausführung optisch und funktional für ein bestimmtes Wandlogo sinnvoll ist, behandeln wir bewusst separat.
Bei Wandlogo-Veredelungen treffen häufig unterschiedliche Werkstoffgruppen aufeinander:
Kunststoff ↔ Acryl
Kunststoff ↔ Edelstahl
Kunststoff ↔ Messing
Für solche Materialpaarungen gibt es keine universelle Verbindungslösung, die unabhängig von Oberfläche, Geometrie und Einsatzbedingungen immer gleich funktioniert.
Entscheidend sind unter anderem:
- Materialpaarung,
- Größe der Klebefläche,
- Oberflächenzustand,
- Bauteilgeometrie,
- Temperaturbelastung,
- und der spätere Einsatzbereich.
Bei geeigneten Anwendungen können strukturelle Klebeverbindungen Kräfte über eine größere Fläche übertragen und gleichzeitig eine optisch unsichtbare Verbindung ermöglichen.
Gerade bei Wandlogos ist das interessant, weil die technische Verbindung die sichtbare Oberfläche möglichst wenig beeinflussen soll.
Unterschiedliche Materialien reagieren unterschiedlich auf Temperatur
Kunststoffe, Acrylglas und Metalle besitzen unterschiedliche thermische Eigenschaften.
Bei Erwärmung und Abkühlung verändern sich ihre Abmessungen geringfügig. Werden unterschiedliche Werkstoffe dauerhaft miteinander verbunden, können dadurch Spannungen innerhalb des Materialverbundes entstehen.
Dieser Effekt wird insbesondere bei:
- größeren Sichtflächen,
- direkter Sonneneinstrahlung,
- stärkeren Temperaturänderungen,
- oder Außenanwendungen
relevanter.
Das bedeutet nicht, dass unterschiedliche Werkstoffe nicht miteinander kombiniert werden können. Entscheidend ist vielmehr, dass Materialpaarung, Bauteilgröße und Verbindungssystem gemeinsam betrachtet werden.
Bei einem geplanten Außeneinsatz kommen zusätzlich Witterung, Fassade und Befestigung hinzu.
Ratgeber: Wandlogo für den Außenbereich: Welches Material eignet sich und was muss beachtet werden?
Eine Veredelung ist deshalb konstruktiv mehr als eine dünne dekorative Schicht.
Eine zuverlässige Verbindung beginnt bereits vor dem eigentlichen Kleben.
Staub, Fette, Bearbeitungsrückstände oder ungeeignete Oberflächen können die Verbindung zwischen Grundkörper und Veredelung beeinträchtigen. Je nach Materialpaarung müssen die Kontaktflächen deshalb gereinigt und gegebenenfalls zusätzlich vorbereitet werden.
Auch die verfügbare Klebefläche spielt eine wichtige Rolle.
Ein großer Buchstabe bietet häufig breite Verbindungsflächen. Filigrane Schriftzüge, schmale Konturen oder kleine Logoelemente können dagegen konstruktiv deutlich anspruchsvoller sein.
Bereits während der Konstruktion sollte deshalb berücksichtigt werden:
Wo kann die Veredelung zuverlässig mit dem Grundkörper verbunden werden?
Vor dem Zusammenfügen kontrollieren wir entsprechend Konturen, Auflageflächen und Oberflächenzustand. Wird der Grundkörper vor der Veredelung zusätzlich lackiert, wird auch die fertige Lackoberfläche vor der weiteren Verarbeitung auf ein sauberes und gleichmäßiges Ergebnis geprüft.
Eine hochwertige Sichtfläche allein reicht nicht aus, wenn darunter keine geeignete Verbindung hergestellt werden kann.
Metall und Acryl stellen
unterschiedliche Anforderungen
Bei Edelstahl- oder Messingveredelungen sind neben der Verbindung auch Zuschnitt, Kanten und Oberflächenrichtung wichtig.
Bei geschliffenem Edelstahl besitzt beispielsweise die Schliffrichtung eine unmittelbare optische Wirkung. Werden mehrere Buchstaben oder Logoelemente gefertigt, müssen die sichtbaren Flächen entsprechend ausgerichtet werden, damit nach der Montage ein einheitliches Erscheinungsbild entsteht.
Auch saubere Schnittkanten sind entscheidend. Grate, beschädigte Sichtflächen oder unterschiedlich bearbeitete Kanten würden bei einem hochwertigen Wandlogo unmittelbar auffallen.
Acryl stellt wiederum andere Anforderungen.
Eine Acrylfront muss geometrisch sehr präzise zum darunterliegenden Grundkörper passen. Bereits kleine Abweichungen können an Außenkonturen, Innenradien oder schmalen Schriftbereichen sichtbar werden.
Besonders bei Spiegelacryl können Ungleichmäßigkeiten durch die stark reflektierende Oberfläche zusätzlich auffallen.
Deshalb werden bei Wandlogo.EU Grundkörper und Sichtfläche nicht unabhängig voneinander betrachtet. Die spätere Veredelung wird bereits in der CAD-Konstruktion berücksichtig
Konserviertes Moos verbindet
technische Vorbereitung mit Handarbeit
Eine besondere Veredelungsvariante ist die Ausführung mit konserviertem Islandmoos.
Eine Moosveredelung funktioniert technisch anders als Acryl oder Metall.
Konserviertes Islandmoos besitzt keine konstruktive Funktion. Geometrie, Stabilität und Befestigung des Wandlogos werden weiterhin durch den Grundkörper beziehungsweise die eigentliche Konstruktion bestimmt.
Das Moos bildet eine natürliche und strukturierte Oberfläche.
Anders als eine zugeschnittene Acryl- oder Metallfront wird die Moosveredelung jedoch zu einem wesentlichen Teil von Hand verarbeitet. Das Material wird passend zur vorgesehenen Fläche ausgewählt, verteilt und insbesondere an Konturen, Innenradien und vorhandene 3D-Elemente angepasst.
Gerade bei komplexen Logoformen entscheidet diese manuelle Verarbeitung darüber, ob Übergänge geschlossen und die Oberfläche insgesamt gleichmäßig wirkt.
Auch die Vorbereitung des Untergrundes ist entscheidend. Die vorgesehene Fläche muss sauber, trocken und möglichst staubfrei sein, bevor das konservierte Moos befestigt wird.
Aus unserer Projektpraxis wissen wir außerdem, dass nachträglich integrierte Moosflächen besonders sorgfältige Handarbeit erfordern können, weil das Material Stück für Stück um bereits vorhandene Logoelemente herum eingearbeitet werden muss.
Konserviertes Moos verwenden wir ausschließlich für geeignete Innenanwendungen.
Bei einem veredelten Wandlogo zeigt sich die Fertigungsqualität besonders an den Übergängen zwischen Grundkörper und Sichtmaterial.
Typische Punkte, die während der Vorbereitung und nach dem Zusammenfügen kontrolliert werden, sind:
- gleichmäßige Außenkonturen,
- saubere Kanten,
- präzise Positionierung der Sichtfläche,
- keine störenden Klebespalte,
- gleichmäßige Schliffrichtung bei Metall,
- störungsfreie Acryloberflächen,
- und ein homogener Eindruck aller Logoelemente.
Bei lackierten Grundkörpern wird zusätzlich darauf geachtet, dass die Lackoberfläche vor der weiteren Veredelung ausreichend vorbereitet und qualitativ einwandfrei ist.
Gerade bei mehrfach vorkommenden Buchstaben oder symmetrischen Geometrien fallen Unterschiede schnell auf.
Deshalb müssen CAD-Konstruktion, Grundkörperfertigung, Lackierung, Zuschnitt und Verbindungstechnik aufeinander abgestimmt sein.
Die Veredelung ist damit nicht nur ein letzter dekorativer Arbeitsschritt, sondern Bestandteil einer zusammenhängenden Fertigungskette.
Veredelung beginnt bereits bei der Konstruktion
Eine hochwertige Veredelung entsteht nicht dadurch, am Ende der Fertigung einfach eine Acryl- oder Metallplatte auf einen vorhandenen Grundkörper aufzubringen.
Bereits während der Konstruktion müssen Sichtfläche, Konturen, Klebeflächen, Materialstärken und spätere Bearbeitung berücksichtigt werden.
Bei Wandlogo.EU verstehen wir Veredelung deshalb als Werkstoffverbund innerhalb eines konstruierten Bauteils.
Der Grundkörper erzeugt Geometrie und räumliche Tiefe. Acryl, Edelstahl, Messing oder andere Materialien bilden die gewünschte Sichtfläche. Bei Moos kommt zusätzlich die manuelle Verarbeitung der natürlichen Oberfläche hinzu.
Die geeignete Verbindungstechnik sorgt schließlich dafür, dass die unterschiedlichen Komponenten zu einem gemeinsamen Wandlogo werden.
Erst das Zusammenspiel aus Konstruktion, Material, Oberflächenvorbereitung, handwerklicher Verarbeitung, Verbindungstechnik und Qualitätskontrolle macht aus einzelnen Werkstoffen ein technisch und optisch hochwertiges 3D-Wandlogo.