Wie farbgetreu lässt sich ein Wandlogo umsetzen? – RAL, Pantone und Firmenfarben erklärt
Die Firmenfarbe ist ein wichtiger Bestandteil des Corporate Designs und sollte auch bei einem 3D-Wandlogo möglichst präzise wiedergegeben werden. Neben unseren Standard-Materialfarben können Wandlogos deshalb nach definierten RAL- oder Pantone-Farbtönen individuell lackiert werden.
Liegt lediglich ein HEX- oder RGB-Wert vor, kann dieser als Orientierung dienen. Für die tatsächliche Lackierung ist eine physische Farbreferenz jedoch aussagekräftiger. Zusätzlich beeinflussen Material, Glanzgrad, Wandfarbe und Lichteinfall, wie ein Farbton auf dem fertigen Wandlogo wahrgenommen wird.
Welche Farbangabe eignet sich für ein Wandlogo?
| Vorhandene Farbangabe | Eignung |
|---|---|
| RAL-Farbton | sehr gut |
| Pantone-Farbton | sehr gut |
| physisches Farbmuster | sehr gut |
| HEX / RGB | gute digitale Orientierung |
| CMYK | Orientierung aus Grafik und Druck |
| PNG / JPG | Farbe näherungsweise bestimmbar |
| keine definierte Farbe | gemeinsame Farbauswahl möglich |
Bei professionell gestalteten Firmenlogos sind RAL- oder Pantone-Farbtöne häufig bereits durch den Grafikdesigner oder eine Werbeagentur definiert und beispielsweise im Corporate-Design-Handbuch hinterlegt.
Fehlt eine solche Angabe, können physische RAL- oder Pantone-Farbfächer und Farbmuster bei der Auswahl helfen. Auch Wandlogo.EU kann gemeinsam mit dem Kunden einen passenden Farbton bestimmen.
Eine zuverlässige Verbindung beginnt bereits vor dem eigentlichen Kleben.
Staub, Fette, Bearbeitungsrückstände oder ungeeignete Oberflächen können die Verbindung zwischen Grundkörper und Veredelung beeinträchtigen. Je nach Materialpaarung müssen die Kontaktflächen deshalb gereinigt und gegebenenfalls zusätzlich vorbereitet werden.
Auch die verfügbare Klebefläche spielt eine wichtige Rolle.
Ein großer Buchstabe bietet häufig breite Verbindungsflächen. Filigrane Schriftzüge, schmale Konturen oder kleine Logoelemente können dagegen konstruktiv deutlich anspruchsvoller sein.
Bereits während der Konstruktion sollte deshalb berücksichtigt werden:
Wo kann die Veredelung zuverlässig mit dem Grundkörper verbunden werden?
Vor dem Zusammenfügen kontrollieren wir entsprechend Konturen, Auflageflächen und Oberflächenzustand. Wird der Grundkörper vor der Veredelung zusätzlich lackiert, wird auch die fertige Lackoberfläche vor der weiteren Verarbeitung auf ein sauberes und gleichmäßiges Ergebnis geprüft.
Eine hochwertige Sichtfläche allein reicht nicht aus, wenn darunter keine geeignete Verbindung hergestellt werden kann.
RAL und Pantone eignen sich besonders gut, um einen Farbton für eine physische Oberfläche eindeutig zu definieren.
HEX und RGB werden dagegen hauptsächlich für digitale Darstellungen eingesetzt. Derselbe Farbwert kann deshalb auf unterschiedlichen Bildschirmen sichtbar verschieden erscheinen – etwa durch Display, Helligkeit, Farbprofil oder Kalibrierung.
Ist nur ein HEX- oder RGB-Wert vorhanden, können wir daraus einen möglichst passenden RAL- oder Pantone-Farbton bestimmen und gemeinsam mit dem Kunden abstimmen. Eine vollständig identische 1:1-Übertragung von einer Bildschirmfarbe auf einen realen Lack ist jedoch nicht immer möglich.
Für eine möglichst sichere Farbauswahl ist eine physische Farbreferenz deshalb die bessere Grundlage.
Matt, glänzend oder metallic?
Nicht nur die Farbnummer bestimmt die Wirkung eines Wandlogos. Auch die Oberfläche verändert die Wahrnehmung.
Matte Lackierungen reflektieren Licht diffuser und wirken eher ruhig, modern und zurückhaltend.
Seidenmatte oder glänzende Oberflächen reagieren stärker auf Tages- und Kunstlicht. Je nach Blickwinkel entstehen Reflexionen, wodurch das Logo für die Wand lebendiger und präsenter wirken kann.
Metallic-Lackierungen besitzen zusätzliche Effektpigmente und verändern ihre optische Wirkung besonders deutlich mit Lichteinfall und Betrachtungswinkel.
Aus unserer Lackierpraxis wissen wir deshalb, dass die Frage nicht allein lautet:
Welcher Farbton?
sondern ebenso:
Matt, seidenmatt, glänzend oder metallic?
Auch Wandfarbe und vorhandene Beleuchtung sollten bei dieser Entscheidung berücksichtigt werden.
Auch ein Acryllogo oder eine Acrylveredelung kann in einer individuellen Firmenfarbe ausgeführt werden.
Acryl besitzt allerdings eine sehr glatte und nicht saugende Oberfläche. Dadurch unterscheidet sich die Lackierung von der eines klassischen 3D-Grundkörpers.
Vorbehandlung, Grundierung und Lacksystem müssen zum Material passen, damit eine saubere und dauerhaft haftende Oberfläche entsteht.
Diese Erkenntnis stammt bei Wandlogo.EU auch aus der eigenen Verarbeitung: Ungeeignet vorbereitete Acryloberflächen können zu Problemen bei Haftung und Trocknung führen. Mit dem richtigen Aufbau lassen sich dagegen sehr hochwertige lackierte Acryloberflächen herstellen.
Dadurch können die Vorteile von Acryl – glatte Sichtflächen und sehr filigrane Konturen – mit einer individuellen Unternehmensfarbe kombiniert werden.
Fachbeitrag „Veredelung von 3D-Wandlogos – Werkstoffverbund, Klebtechnik und Oberflächenaufbau
Wenn keine Firmenfarbe definiert ist
Am einfachsten ist die Farbabstimmung, wenn der Grafikdesigner bereits einen RAL- oder Pantone-Farbton vorgegeben hat.
Ist dies nicht der Fall, können HEX-/RGB-Werte, vorhandene Logodaten oder physische Farbmuster als Ausgangspunkt dienen. Gemeinsam mit dem Kunden lässt sich daraus ein möglichst passender Farbton bestimmen.
Hier hilft uns die eigene Erfahrung aus Lackierung und Materialverarbeitung. Wir können nicht nur einen ähnlichen Farbton auswählen, sondern auch berücksichtigen, wie dieser auf dem tatsächlichen Material und mit dem gewünschten Glanzgrad wirken wird.
Dadurch bleibt die Farbauswahl nicht auf eine theoretische Bildschirmdarstellung beschränkt, sondern wird auf die spätere reale Oberfläche des Wandlogos übertragen.
Firmenfarbe und Oberfläche gehören zusammen
Für ein farbgetreues Wandlogo reicht deshalb nicht allein eine Farbnummer. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Firmenfarbe, Material, Lackaufbau, Glanzgrad und Umgebung.
Standard-Materialfarben sind für viele Anwendungen eine gute Lösung. Ist die Unternehmensfarbe jedoch ein wesentlicher Bestandteil des Corporate Designs, ermöglicht eine individuell abgestimmte und hausintern ausgeführte Lackierung eine wesentlich gezieltere Umsetzung.
So wird das Firmenlogo für die Wand nicht nur geometrisch passend gefertigt, sondern auch farblich konsequent in den bestehenden Markenauftritt integriert.