– Crawford Düsseldorf
Für Crawford in Düsseldorf wurde ein individuelles 3D-Mooslogo für einen Konferenz- und Besprechungsraum gefertigt und durch Wandlogo.EU vor Ort montiert.
Die dreidimensionalen Grundkörper wurden in der vorgegebenen Unternehmensfarbe lackiert und anschließend von Hand mit echtem konserviertem Moos veredelt. Materialaufbau, Oberflächenvorbereitung und Befestigung wurden dabei auf die gewünschte Gestaltung sowie die tatsächlich vorgefundenen Bedingungen am Montageort abgestimmt.
Grundlage war das bestehende Crawford-Firmenlogo. Die dreidimensionalen Grundkörper wurden entsprechend der vorgegebenen Unternehmensfarbe lackiert und bereits konstruktiv für die anschließende Moosveredelung vorbereitet.
Die Lackierung des Grundkörpers erfüllt dabei nicht nur eine gestalterische Funktion. Da die Seitenflächen des dreidimensionalen Logos auch nach der Moosveredelung sichtbar bleiben, wird die blaue Unternehmensfarbe bewusst in die räumliche Tiefe des Logos übernommen.
Dadurch entstehen zwei klar voneinander unterscheidbare Gestaltungsebenen:
blau lackierter Grundkörper → Unternehmensfarbe und räumliche Tiefe
konserviertes Moos → natürliche und strukturierte Sichtfläche
Gerade bei der Betrachtung aus seitlichen Winkeln bleibt dadurch der Bezug zum Corporate Design von Crawford erhalten.
Das Material wurde gewählt, weil es eine natürliche, dreidimensionale Oberflächenstruktur mit einer dauerhaften Anwendung im Innenraum verbindet. Durch die Konservierung bleibt die charakteristische Struktur des echten Mooses erhalten, ohne dass das Material gegossen oder regelmäßig zurückgeschnitten werden muss.
Für den Konferenz- und Besprechungsraum entstand dadurch ein bewusster Materialkontrast zwischen den technisch klar ausgeführten, blau lackierten Grundkörpern und der organisch strukturierten grünen Oberfläche.
Das Moos wird dabei nicht lediglich als flache Dekorschicht betrachtet. Durch seine unregelmäßige natürliche Struktur entstehen unterschiedliche Höhen und Tiefen innerhalb der Sichtfläche, wodurch Licht und Schatten zusätzlich zur dreidimensionalen Wirkung des gesamten Wandlogos beitragen.
Welche unterschiedlichen Materialien und Oberflächen – beispielsweise Acryl, Metall, Moos oder klassische 3D-Oberflächen – grundsätzlich für ein Wandlogo eingesetzt werden können, erläutern wir separat in unserem Materialratgeber.
Aus unserer Erfahrung bei der Verarbeitung von konserviertem Moos ist die Vorbereitung der Trägerfläche ein wesentlicher Faktor für eine dauerhaft saubere Verbindung.
Die Flächen, auf denen das Moos aufgebracht wird, müssen zunächst frei von Staub, Fett und sonstigen Rückständen sein. Zusätzlich wird die Oberfläche gezielt vorbereitet beziehungsweise angeraut, um eine geeignete Haftfläche für den verwendeten Klebstoff zu schaffen.
Erst danach beginnt die eigentliche Moosveredelung.
Anders als eine zugeschnittene Acryl- oder Metallfront wird konserviertes Moos weitgehend von Hand verarbeitet. Das natürliche Material besitzt keine vollständig gleichmäßige Geometrie und muss deshalb Stück für Stück innerhalb der vorbereiteten Buchstabenkonturen verteilt und angepasst werden.
Dabei wird das Moos abschnittsweise eingesetzt und so angeordnet, dass eine möglichst geschlossene Flächenwirkung entsteht, ohne die bewusst natürliche und unregelmäßige Oberflächenstruktur zu verlieren.
Insbesondere an Außenkonturen, Innenradien, schmaleren Bereichen, Übergängen und komplexeren Buchstabengeometrien ist eine sorgfältige manuelle Anpassung notwendig.
Die Qualität der fertigen Moosoberfläche entsteht damit nicht allein durch das verwendete Material, sondern wesentlich durch Untergrundvorbereitung, Klebtechnik und Handarbeit.
Die technischen Hintergründe zum Zusammenspiel von Grundkörper, Sichtmaterial, Klebtechnik und handwerklicher Moosverarbeitung behandeln wir vertiefend in unserem Fachbeitrag zur Veredelung von 3D-Wandlogos.
Stahlbetonwand
Da die tatsächliche Wandkonstruktion vorab nicht eindeutig bekannt war, wurde die endgültige Befestigung nach Bewertung des Untergrunds direkt am Montageort festgelegt.
Während der Montage zeigte sich, dass sich hinter der sichtbaren Wandoberfläche eine massive Stahlbetonkonstruktion befand.
Damit änderten sich die Anforderungen an die Bohr- und Befestigungstechnik gegenüber einer klassischen Trockenbau- oder Mauerwerkswand deutlich.
Aufgrund der hohen Festigkeit des Stahlbetons wurde die Bohrtechnik entsprechend angepasst. Für die Herstellung der Befestigungspunkte kamen leistungsfähige Bohrtechnik und geeignete Vollhartmetall-Betonbohrer zum Einsatz.
Die Befestigung wurde damit nicht nach einem pauschalen Standardschema ausgeführt, sondern an den tatsächlich vorgefundenen Wandaufbau angepasst.
Nach Herstellung der erforderlichen Bohrungen konnten die Befestigungspunkte sicher gesetzt und anschließend die vorgesehenen Abstandshalter montiert werden.
Gerade dieses Projekt zeigt, warum die Wandbeschaffenheit für die Montage eines Wandlogos relevant ist: Gipskarton, Hohlblockstein oder massiver Stahlbeton benötigen unterschiedliche Bohr-, Dübel- und Befestigungslösungen. Welche Befestigungsarten sich für Beton, Rigips, Putz, Mauerwerk und andere Wandaufbauten eignen, erklären wir ausführlicher in unserem Montageratgeber.
Bei der Montage eines bereits vollständig veredelten Mooslogos muss nicht nur die Befestigung technisch korrekt ausgeführt werden.
Auch die fertigen Oberflächen müssen während Transport, Positionierung und Montage geschützt werden.
Das konservierte Moos besitzt eine natürliche und unregelmäßige Struktur. Die einzelnen Elemente wurden deshalb sorgfältig gehandhabt und positionsgenau über die vorbereiteten Abstandshalter montiert, ohne die bereits fertiggestellten Moosflächen unnötig mechanisch zu belasten.
Die individuell angefertigte Montageschablone unterstützte dabei die korrekte Positionierung und Ausrichtung der einzelnen Buchstaben.
Nach der Montage wurden Position, Abstand und Gesamteindruck der einzelnen Elemente abschließend kontrolliert.
Damit endet die Qualitätskontrolle nicht mit der Fertigung in der Werkstatt, sondern erst mit dem fertig montierten Wandlogo beim Kunden.
Das fertige 3D-Mooslogo wurde im Konferenz- und Besprechungsraum von Crawford in Düsseldorf installiert.
Die Kombination aus blau lackierten 3D-Grundkörpern, echtem konserviertem Moos und Abstandsmontage erzeugt eine klare Verbindung zwischen Unternehmensfarbe, natürlicher Oberflächenstruktur und räumlicher Tiefe.
Das Projekt zeigt gleichzeitig, wie unterschiedliche technische Anforderungen innerhalb eines Wandlogos zusammenkommen können: vom lackierten Grundkörper über die manuelle Moosveredelung und Klebtechnik bis zur Befestigung auf einer vor Ort festgestellten Stahlbetonwand.
Die konstruktive Planung und die Montage wurden dabei nicht nach einem starren Standardsystem ausgeführt, sondern an Material, Logogeometrie und die tatsächlichen Bedingungen des Einsatzortes angepasst.
Konstruktion, Fertigung, Lackierung, Vorbereitung der Trägerflächen, Moosveredelung in Handarbeit, Montageschablone und die Montage vor Ort wurden durch Wandlogo.EU umgesetzt.