Für die Dauerlein GmbH in Schwabach wurde ein individuelles 3D-Wandlogo mit matter, leicht strukturierter Oberfläche sowie einer Kombination aus Abstandsmontage und Klebetechnik umgesetzt.
Eine besondere konstruktive Anforderung stellte das orangefarbene Logo-Element dar. Dieses wurde als eigenständiges dreidimensionales Bauteil entwickelt und so vorbereitet, dass es später bei Bedarf ausgetauscht werden kann.
Das Projekt zeigt, wie sich auch eine vergleichsweise klassische 3D-Wandlogo-Ausführung durch unterschiedliche Montagetiefen und eine gezielt entwickelte Sonderkonstruktion individuell an die Anforderungen des Kunden anpassen lässt.
Die Hauptschrift wurde mit einer matten, leicht strukturierten 3D-Oberfläche gefertigt und über Abstandshalter vor der Wand montiert.
Die kleinere Subline wurde dagegen direkt auf der Wand verklebt.
Diese beiden Befestigungsarten wurden bei diesem Projekt gezielt miteinander kombiniert, um Hauptschrift und Nebeninformation auch räumlich voneinander zu unterscheiden.
Durch die Abstandshalter tritt die Hauptschrift sichtbar vor die Wand. Je nach Lichteinfall entstehen zusätzliche Schattenflächen, die die dreidimensionale Wirkung verstärken.
Die kleinere Subline bleibt durch die direkte Klebemontage dagegen näher an der Wand und wirkt dadurch optisch zurückhaltender.
Auch die gewählte Oberfläche unterstützt diesen Charakter. Die matte, leicht strukturierte Oberfläche reflektiert Licht deutlich weniger als eine glatt glänzende Acryl- oder Metallfront und erzeugt bei diesem Wandlogo eine bewusst reduzierte, technische Erscheinung.
Welche unterschiedlichen Oberflächen und Materialausführungen für ein 3D-Wandlogo grundsätzlich möglich sind, erläutern wir separat in unserem Materialratgeber.
Das orangefarbene Element war im bestehenden Firmenlogo zunächst als zweidimensionale grafische Form vorhanden.
Für das reale Wandlogo musste daraus ein eigenständiges dreidimensionales Bauteil entstehen.
Bei einer solchen Sonderform reicht es konstruktiv nicht aus, die sichtbare 2D-Kontur lediglich mit einer beliebigen Tiefe zu versehen. Die Geometrie muss so aufgebaut werden, dass Form, Proportionen, Materialstärke und spätere Befestigung als zusammenhängendes Bauteil funktionieren, ohne den Wiedererkennungswert des ursprünglichen Firmenlogos zu verändern.
Das orangefarbene Element wurde deshalb separat konstruiert und auf seine spätere Funktion innerhalb des Wandlogos abgestimmt.
Gerade bei individuellen Logoformen zeigt sich der Unterschied zwischen einer rein grafischen Vorlage und einem realen Produkt: Was zweidimensional am Bildschirm funktioniert, muss für die Fertigung technisch eindeutig und konstruktiv umsetzbar gemacht werden.
Wie aus einer grafischen Vorlage eine saubere und fertigungsgerechte CAD-Geometrie entsteht, behandeln wir vertiefend in unserem Fachbeitrag zur Konstruktion von 3D-Wandlogos.
Das bestehende La-Torre-Firmenlogo erforderte einen mehrschichtigen Aufbau, damit Schrift, Rahmen und grafische Konturen auch dreidimensional sauber voneinander getrennt werden konnten.
Eine weiße Acryl-Grundplatte bildet die gestalterische und konstruktive Basis des Wandlogos.
Darauf wurden die dreidimensionalen ASA-Grundkörper positioniert und mit den glatt glänzenden Acrylfronten kombiniert. Auch der rote und schwarze Rahmen wurde als eigene Material- und Gestaltungsebene berücksichtigt.
Dadurch entsteht kein einfacher flacher Schriftzug, sondern ein Aufbau aus mehreren definierten Ebenen:
Fassade → Abstand → Acryl-Grundplatte → 3D-Grundkörper → Acryl-Sichtfläche
Die einzelnen Komponenten wurden bereits in der Konstruktion gemeinsam betrachtet, damit Konturen, Abstände und Proportionen des ursprünglichen Firmenlogos trotz des mehrschichtigen Aufbaus erhalten bleiben.
Eine besondere konstruktive Anforderung dieses Projekts betraf die Befestigung der großen Acryl-Grundplatte.
Ziel war eine Abstandsmontage, bei der die notwendigen Befestigungselemente von der Vorderseite nicht sichtbar sind und damit die geschlossene Gestaltung des Logos nicht unterbrechen.
Die Befestigung wurde deshalb bereits während der Konstruktion in den rückseitigen Aufbau integriert.
Von vorne bleibt die weiße Acrylfläche dadurch optisch geschlossen, während sich die eigentliche mechanische Verbindung auf der Rückseite befindet.
Für dieses Projekt wurden bewusst keine einfachen Kunststoff-Klick-Abstandshalter eingesetzt. Wandlogo.EU setzt bei seinen Wandlogos stattdessen auf belastbare Abstandslösungen, deren Ausführung an Konstruktion, Gewicht und Anwendung angepasst wird.
Gerade bei einer Außenmontage ist dies relevant, weil die Befestigung nicht ausschließlich das Eigengewicht des Logos aufnehmen muss.
Position und Anzahl der Befestigungspunkte wurden nicht erst bei der späteren Montage festgelegt, sondern bereits während der Konstruktion des Wandlogos berücksichtigt.
Die Acryl-Grundplatte muss über ihre Fläche ausreichend gleichmäßig gehalten werden. Gleichzeitig müssen die auftretenden Kräfte über die Abstandshalter und Befestigungspunkte in den Untergrund übertragen werden.
Die Positionierung der Befestigung beeinflusst damit unmittelbar den gesamten Aufbau.
Zu große freie Bereiche können das Verhalten einer Platte verändern, während ungünstig positionierte Befestigungspunkte gleichzeitig die sichtbare Gestaltung beeinträchtigen könnten.
Deshalb wurden Geometrie, Grundplatte und Befestigung als zusammenhängende Konstruktion betrachtet.
Bei einem Wandlogo im Außenbereich wirken andere Belastungen als bei einer klassischen Montage in einem Innenraum.
Neben Eigengewicht und Temperaturwechseln können insbesondere Windkräfte auf das Wandlogo einwirken.
Je größer eine Fläche ist und je weiter sie von der Fassade absteht, desto stärker können diese äußeren Einwirkungen für Grundplatte, Abstandshalter und Befestigung relevant werden.
Die Befestigung eines Außen-Wandlogos wird deshalb nicht pauschal nach einem Standardschema ausgeführt.
Bei der technischen Planung müssen unter anderem berücksichtigt werden:
- Abmessungen des Wandlogos,
- Aufbau und Material der Grundplatte,
- Abstand zur Fassade,
- Anzahl und Position der Befestigungspunkte,
- Untergrund
- sowie die konkrete Einbausituation.
Beim La-Torre-Wandlogo wurde die Befestigung deshalb als Bestandteil des gesamten Bauteils konstruktiv mitgedacht.
Weitere grundsätzliche Anforderungen an Materialien, Konstruktion, Befestigung und Einsatzbedingungen behandeln wir in unserem Ratgeber zu Wandlogos im Außenbereich.
Die Abstandsmontage erfüllt bei diesem Projekt nicht nur eine technische Funktion.
Durch den definierten Abstand zwischen Acryl-Grundplatte und Fassade entsteht zusätzlich eine räumliche Trennung des gesamten Wandlogos von der Gebäudeoberfläche.
Besonders aus schrägen Betrachtungswinkeln wird dadurch sichtbar, dass das Logo nicht flach auf die Fassade aufgesetzt wurde, sondern als eigenständiges Bauteil davor positioniert ist.
Zusammen mit den auf der Grundplatte angeordneten 3D-Elementen entsteht dadurch eine mehrstufige Tiefenwirkung.
Das fertige La-Torre-Wandlogo verbindet eine weiße Acryl-Grundplatte, dreidimensionale ASA-Grundkörper, glatt glänzende Acrylfronten und eine frontal nicht sichtbare Abstandsmontage zu einem mehrschichtigen Außen-Wandlogo.
Die Auswahl von ASA für die Grundkörper wurde auf die erhöhten Anforderungen des Außenbereichs abgestimmt. Die Acrylfronten schaffen eine glatte und geschlossene Sichtfläche, während die verdeckte Befestigung die Gestaltung der großen Grundplatte von vorne nicht unterbricht.
Gleichzeitig wurde die Befestigung nicht isoliert betrachtet. Materialaufbau, Plattengröße, Abstand zur Fassade und die im Außenbereich auftretenden Belastungen wurden bereits während der konstruktiven Auslegung berücksichtigt.
Das Projekt zeigt damit besonders deutlich, dass ein Wandlogo für den Außenbereich nicht lediglich eine wetterfeste Variante eines Innenraumlogos ist. Werkstoffe, Konstruktion und Befestigung müssen auf die tatsächlichen Einsatzbedingungen abgestimmt werden.
Konstruktion, Materialauswahl, Fertigung der 3D-Grundkörper, Acrylveredelung, Aufbau der Grundplatte und die technische Auslegung der verdeckten Befestigung wurden durch Wandlogo.EU umgesetzt.